Junge Kammerphilharmonie Sachsen

Musikalische Harmonie entsteht erst in dem Moment, in dem sich Spannungen austragen, Meinungen treffen und versöhnen. Diesem fundamental demokratischen Gedanken verschreibt sich die Junge Kammerphilharmonie Sachsen.
2019 unter der musikalischen Leitung von Benedikt Kantert gegründet, setzt sie sich das Ziel, solistische Ausnahmetalente in einem Ensemble zu vereinen und individuelle Künstlerpersönlichkeiten in einem klangsensiblen und ambitionierten Ganzen zusammenzuführen. Die Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, der Hochschule für Musik Dresden und der Universitäten Leipzig und Dresden haben in ihrem initialen Projekt vor fünf Jahren, einer Aufführung des Requiems von Johannes Brahms in der Leipziger Peterskirche, ihre musikalische Reife und energetisches Miteinander vor ausverkauftem Haus bewiesen und sich anschließend zu einem offiziellen Ensemble zusammengeschlossen. Höhepunkte in der jungen Ensemblegeschichte waren die Konzerte in der Dresdner Kreuzkirche, der Philharmonie Berlin, sowie dem Gewandhaus Leipzig mit Werken wie Mendelssohns „Lobgesang“, Verdis „Messa da Requiem“, oder Sinfonien von Beethoven, Brahms und Schubert, sowie zuletzt die Aufführung der „Auferstehungssinfonie“ von Gustav Mahler.
Im Zentrum der Arbeit der jungen Musiker steht vor allem die Neubetrachtung zentraler Repertoirestücke, die in den klangvollen Aufführungen von Chor und Orchester ihre Zeitlosigkeit und Aktualität bewahren, sowie die Vermittlung der dargebotenen Musik an ihr vielseitiges und junges Publikum.
Künstlerische Leitung

Der junge Dirigent Benedikt Kantert machte in den vergangenen Jahren mit nationalen und internationalen Wettbewerbserfolgen auf sich aufmerksam. In der Spielzeit 2025/26 wird er als Dirigent in Konzerten und Wettbewerben im Inland, wie auch in Tschechien und Mauritius zu erleben sein. Zurzeit studiert der aus Hessen stammende Künstler Orchesterdirigieren in der Klasse von Prof. Ekkehard Klemm an der Hochschule für Musik Dresden. Seit 2024 ist er der künstlerische Leiter der Chöre der Technischen Universität Dresden.
Seine musikalische Erziehung begann mit Klavier- und Musiktheorieunterricht bei seinem Großvater Oskar Goldmann und fand Fortsetzung als Posaunist und Pianist im Jugendsinfonieorchester der Edertalschule. Seit seinem 15. Lebensjahr erhielt er Unterricht in den Fächern Orgel und Chorleitung und schloss seine kirchenmusikalische Ausbildung mit dem C-Examen ab.
Seit 2015 studierte Benedikt Chor- und Ensembleleitung bei Tobias Löbner, Ludwig Böhme und Prof. Roland Börger an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Zum Wintersemester 2019/2020 nahm er zusätzlich sein Orchesterdirigierstudium bei Prof. Ekkehard Klemm an der Hochschule für Musik Dresden auf. Weitere Studien absolvierte er an der Königlichen Musikhochschule Stockholm in Orchesterdirigieren in der Klasse von Henrik Schaefer und Chordirigieren in den Klassen von Mats Nilsson und Fredrik Malmberg. Wichtige Impulse neben seinem Studium erhielt er von Dirigenten, wie Gregor Meyer, Frieder Bernius und Prof. Patrick Russil.
Als Dirigent und Korrepetitor arbeitete er mit Chören und Orchestern wie dem Gewandhauschor Leipzig, dem Kammerchor Stuttgart, dem RIAS-Kammerchor, dem Chor der Oper Leipzig, der Singakademie Dresden, der Elblandphilharmonie, der Erzgebirgischen Philharmonie Aue, der Robert-Schumann Philharmonie Chemnitz, dem Nordiska Kammarorkester, sowie dem Dresdner Kreuzchor zusammen. Konzerte mit seinem eigens gegründeten Ensemble der Jungen Kammerphilharmonie Sachsen runden seine Ausbildung ab.
Konzerte führten ihn den vergangenen Jahren unter anderem ins Gewandhaus Leipzig, den Kulturpalast Dresden, die Dresdner Kreuzkirche oder die Berliner Philharmonie. Engagements bei der Bachwoche Greifswald, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, der Chor.com und dem Deutschen Chorfest, sowie CD-Einspielungen und Rundfunkübertragungen begleiten seine Tätigkeiten.
Im Oktober 2022 machte er als Finalist des 5. Deutschen Chordirigentenpreises in Berlin auf sich aufmerksam. Mit dem jungen Schweriner Männerkammerchor ffortissibros gewann er jüngst zwei erste Preise beim 10th Cornwall International Male Choral Festival, sowie den Sonderpreis “Ellen Winser Trophy” als bester Dirigent des Festivals. 2023 erhielt er beim 11. Deutschen Chorwettbewerb ebenfalls den 1. Preis in der Kategorie Männerchöre mit dem Ensemble. Benedikt war Stipendiat der Deutschen Orchesterstiftung und Inhaber des Ernst von Schuch-Stipendiums. Seit 2024 ist er Stipendiat im renommierten Förderprogramm „Forum Dirigieren“.
